PFEIFER-Zugstabsysteme in der PGE Arena Gdańsk
Die PGE Arena Gdańsk wird während der Fußball-EM 2012 Austragungsort...

Diese Ausführungsanweisung gilt für PFEIFER-Seilzugglieder aus nichtrostenden Stählen gem. „Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Z-14.7-411“ und für PFEIFER-Seilzugglieder aus unlegierten Stählen gem. „Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Z-14.7-413“
Die Seile werden im Werk gereckt und unter Last markiert. Dabei wurden Seilkriechen und Kegelsetzung bei der Seillänge berücksichtigt. Deshalb kommen Seile „kürzer“ als in der Bestellung angegeben zur Baustelle. Dies kann eine Erhöhung der Einbaukraft nach sich ziehen. Wenn nichts anderes angegeben, wurde T=20°C zugrunde gelegt.
Seilzugglieder werden in der Regel auf Ringen oder Haspeln auf der Baustelle angeliefert (Pfeifer Katalog „Seilbau“ Abschnitt 3). Gewickelte Seile nach Anlieferung auf Baustelle trocken lagern und vor Feuchtigkeit schützen! Zum Abwickeln der Ringe muß ein geeigneter Drehteller, zum Abwickeln der Haspeln ein geeignetes Wickelgestell verwendet werden. Drehteller oder Wickelgestell sollten mit einer Bremseinrichtung ausgerüstet sein.
Beim Abwickeln der Seilzugglieder müssen folgende Punkte unbedingt beachtet werden:

Um Verschmutzungen zu vermeiden sollte eventuell vorhandenes Verpackungsmaterial von Seilendbeschlägen bzw. von aufgesetzten Klemmen erst kurz vor der Montage entfernt werden.
Alle Seilzugglieder müssen vor dem Einbau gründlich auf evtl. Transportschäden überprüft werden.
Dabei sind folgende Punkte besonders zu beachten:
Werden Schäden am Korrosionsschutz festgestellt, so müssen diese schnellstmöglich ausgebessert werden.
Beschädigungen an der Verzinkung sind zuerst mit Zinkstaubfarbe zu behandeln (die betreffenden Stellen müssen vorher entfettet werden).
Anschließend kann eine evtl. vorhandene Beschichtung erneuert werden.
Eventuell vorhandene Gewinde an Seilendbeschlägen müssen vor der Montage gründlich gereinigt, und gefettet werden.
Beschädigte oder verschmutzte Gewinde dürfen nicht montiert werden, da dies zum „Fressen“ der Gewinde und damit zur Unbrauchbarkeit der Zugglieder führen kann.
Um Beschädigungen der Gewinde zu vermeiden, werden Spannschlösser (z. B. Typ 984, 985, 864 und zum Teil 804), sofern keine anderen Vereinbarungen getroffen wurden, im „komplett eingeschraubten“ Zustand (kürzeste Länge) ausgeliefert. Vor der Montage müssen diese Spannschlösser daher auf die „Einbaulänge“ (in der Regel die Mittelstellung) eingestellt werden. Die Einstellmaße für die jeweiligen Mittelstellungen können den Katalogblättern entnommen werden.
Hinweis für Seilzugglieder aus unlegierten Stählen:
Bei feuerverzinkten und spritzverzinkten Seilendbeschlägen sind evtl. vorhandene Gewinde in der Regel „blank“ ausgeführt und nur mit einem temporärem Korrosionsschutz versehen.
Unmittelbar nach der Montage müssen diese Gewinde daher entfettet und mit einem dauerhaften Korrosionsschutz versehen werden.
Die Montage erfolgt in der Regel gemäß einem vom Statiker / Prüfer freigegebenen Montageplan.
In diesem Plan müssen alle für die Montage wichtigen Punkte (z.B. Montageablauf, Montagereihenfolge, Vorspannkräfte) festgelegt sein.
Durch die Kennzeichnung aller Seilzugglieder wird die Zuordnung zur richtigen Einbauposition sichergestellt.
Seilzugglieder dürfen nicht verdreht eingebaut werden. Zur Kontrolle wird in der Regel eine Mantellinie auf jedes Seilzugglied aufgebracht. Diese Mantellinie darf nach der Montage nicht verdreht sein.
Seilzugglieder werden üblicherweise mit einer geeigneten Zug-Vorrichtung (z.B. Winde) in ihre Einbauposition gezogen oder mit einer geeigneten Hebe-Vorrichtung (z.B. Gehänge, Traverse) in ihre Einbauposition gehoben. Dabei ist, wie bereits unter Punkt 3 beschrieben, darauf zu achten, dass das die Seilzugglieder nicht beschädigt werden. Insbesondere beim Einheben mit Gehängen oder Traversen muß darauf geachtet werden, daß die Seilzugglieder nicht geknickt werden. Bei schweren Seilzuggliedern kann z.B. durch die Verwendung geeigneter Umlenksättel (Umlenkradius min. 15 x Seildurchmesser) ein Knicken der Seile an den Aufhängepunkten verhindert werden.
Das Aufbringen von Vorspannkräften muß über geeignete Vorrichtungen (Hydraulikzylinder) erfolgen. Evtl. vorhandene Gewinde dienen nur zur Aufnahme von Verstellwegen und können nicht zum Aufbringen von Vorspannkräften verwendet werden.
Die Mindesteinschraubtiefen von Gewinden müssen eingehalten werden. Die tatsächlichen Einschraubtiefen sind zu dokumentieren.
Bei aufgeschraubten Muttern ist darauf zu achten, daß die Mindest-Gewindeüberstände gemäß DIN 18800-7 (809) eingehalten werden.
Gewinde an Seilzuggliedern müssen, sofern nichts anderes vorgeschrieben ist, nach dem Einjustieren gegen Aufdrehen gesichert werden (z.B. mit Kontermutter oder durch Verkleben mit Schraubensicherung). Insbesondere müssen bei allen Schrauben der Sicherungsdeckel verklebt werden.
Nach der Montage müssen alle Abbunde von den Seilzuggliedern entfernt werden.
Die Abbunde (Bändsel) an den Seilenden können während der Montage auf dem Seil bleiben. Sie verhindern ein mögliches Herausspringen von Drähten aus dem Seilverband bei zu starker Biegung.
Nach der Montage müssen die Bändsel unbedingt entfernt werden, da sie sonst den Korrosionsschutz negativ beeinträchtigen könnten.
Hinweis für Seile mit Innenverfüllung:
Die beim Verseilen der Drähte eingebrachte Innenverfüllung kann bei belasteten Seilen an die Oberfläche des Seiles heraustreten und eventuell abtropfen.
Maximale Schiefstellung der Seil- Anschlusslaschen:
Die maximale Schiefstellung der Seilanschlusslaschen (Abweichung zur Seilachse) darf 1° nicht überschreiten.
Bei sehr kurzen Seilen mit aufgepressten Seilendbeschlägen kann im unbelasteten Zustand eine leichte „Korbbildung“ (Lockerung der äußeren Drahtlage) auftreten. Nach Belastung des Seiles schließt sich in der Regel der Seilverband wieder. Eine leichte Korbbildung im unbelasteten Zustand hat keine Beeinträchtigung der Tragfähigkeit des Seilzuggliedes zur Folge.
Seilbauwerke müssen überwacht und in regelmäßigen Zeitabständen überprüft werden.
Sofern keine besonderen Vorschriften für ein Bauwerk bestehen, kann diese Überwachung und Prüfung in Anlehnung an DIN 1076 „Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen“ erfolgen.
Diese Ausführungsanweisung gilt für PFEIFER-Zugstabsysteme aus unlegierten Stählen gem. „Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Z-14.4-433“ und der „Europäischen Zulassung ETA-04/0039“.
Alle Zugstabsysteme müssen vor dem Einbau gründlich auf evtl. Transportschäden überprüft werden.
Dabei sind folgende Punkte besonders zu beachten:
Werden Schäden am Korrosionsschutz festgestellt, so müssen diese schnellstmöglich ausgebessert werden. Beschädigungen an der Verzinkung sind zuerst mit Zinkstaubfarbe zu behandeln. Anschließend kann eine evtl. vorhandene Beschichtung erneuert werden.
Vorhandene Gewinde müssen vor der Montage gründlich gereinigt und gefettet werden.
Beschädigte oder verschmutzte Gewinde dürfen nicht montiert werden, da dies zum „Fressen“ der Gewinde und damit zur Unbrauchbarkeit der Zugstabsysteme führen kann.
Um die Montage zu erleichtern, wird das PFEIFER-Zugstabsystem vormontiert geliefert (Abb. 1).
Für den Einbau ist das Zugstabsystem in der Länge auf das Systemmaß durch Verdrehen des Zugstabes einzustellen und so auszurichten, daß der Bolzen ohne Zwängung eingesteckt werden kann (Abb. 2). Das Einschlagen des Bolzens mit einem Hammer kann den Gabelkopf beschädigen und ist somit unzulässig!
Das Zugstabsystem wird mit Gabelschlüsseln eingestellt. Auch Rollgabelschlüssel und Stahlschraubenschlüssel (Franzose) sind bei korrekter Verwendung zweckmäßig. Gabelschlüssel in Sonderausführungen sind auf Anfrage lieferbar. Die Kontermuttern werden nun zum Kontern bis zum Gabelkopf zurückgedreht. Zum Spannen der Kontermuttern kann ein Bandschlüssel verwendet werden, damit die Oberfläche unbeschädigt bleibt (Abb. 3).
Im Rahmen der Bauüberwachung ist die Mindesteinschraubtiefe durch geeignete Maßnahmen für jeden Stabanker zu überprüfen. Die Überprüfung ist zu dokumentieren und vom verantwortlichen Montageleiter zu protokollieren. Die Mindesteinschraubtiefe ist gewährleistet, sofern das Stabgewinde vollständig von der Kontermutter überdeckt ist. Bei Gewinden mit Sonderlängen sind geeignete Maßnahmen zur Kontrolle der Mindesteinschraubtiefe notwendig.
Wird die verzinkte Oberfläche durch das Spannen an den Schlüsselflächen beschädigt, müssen diese Stellen fachgerecht ausgebessert werden, um den erforderlichen Korrosionsschutz zu gewährleisten.
Ab einer Systemlänge von 10 m ist das Zugstabsystem mit mindestens zwei Rundschlingen zu heben, da das System sonst knickgefährdet ist.



,Eurogress / Aachen