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09/2010 / Anschlag-/Zurrtechnik

Ladungssicherung mit Wellnessfaktor

Ergonomische, wirtschaftliche und schnelle Ladungssicherung ist eine Kernkompetenz der PFEIFER Seil- und Hebetechnik GmbH aus Memmingen. Der Spezialist bietet ein breites Spektrum an Lösungen für alle Anwendungsfälle in der Ladungssicherung.

„Insbesondere die Ergonomie bei der Ladungssicherung gewinnt an Stellenwert. Unternehmer achten immer häufiger auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter – und das ist auch gut so.“ erläutert Ralf Dobravsky, Leiter Produktmanagement Anschlag- und Zurrtechnik bei Pfeifer. „Nebenbei kostet ein Arbeitsausfall, z.B. wegen eines Bandscheibenvorfalles, auch schnell mehrere tausend Euro – ein zusätzlicher Grund sich intensiv mit Ergonomie in der Ladungssicherung zu beschäftigen.“ fährt Dobravsky fort.

Ergonomie und Wirtschaftlichkeit in der Ladungssicherung sind kein Widerspruch, sondern Ergonomie ermöglicht Wirtschaftlichkeit. Zurrmittel mit geringem Eigengewicht oder hohem Bedienkomfort machen den Zurrvorgang schneller und damit wirtschaftlicher, zudem wird die Gesundheit des Verladers geschont. Pfeifer hat sich mit dieser Thematik über den kompletten Aufgabenbereich des Zurrens hin beschäftigt. Sowohl für Diagonal- als auch Niederzurren, mit Kette oder Gurt, für alle Bereiche bietet Pfeifer Lösungen, die wirtschaftlich und ergonomisch sind. „Eine Win-Win Situation für Unternehmer und Anwender“ kommentiert Dobravsky.

Diagonalzurren mit Kette oder Gurt – deutlich leichter und schneller

Mit den HIT Pro Güteklasse 12-Zurrketten von Pfeifer ist es möglich, alle gängigen Güteklasse 8-Zurrketten durch Güteklasse 12-Ketten kleinerer Nenndicke zu ersetzen. Dies führt, wie nachfolgendes Praxisbeispiel zeigt, zu einem deutlich geringeren Kettengewicht: Eine einteilige Zurrkette Güteklasse 8, Nenndicke 13 mm, Länge 3,5 m mit einem Eigengewicht von rd. 22,2 kg kann ersetzt werden durch eine 10 mm Güteklasse 12-Zurrkette mit einem Eigengewicht von nur 13 kg (Gewichtsersparnis von mehr als 9 kg oder 40%).

Jeder erfahrene Anwender weiß, dass der Spannweg des Ratschlastenspanners bei Zurrketten mit großem Nenndurchmesser eine entscheidende Rolle spielt. Bedingt durch das hohe Eigengewicht der Kette werden bei kleinem Spannbereich extrem hohe Handkräfte zum Vorspannen der Kette benötigt. Dieser Problematik wurde bei der HIT Pro-Zurrkette im Durchmesser 13 mm Rechnung getragen. So wurde der Spannbereich des Ratschlastenspanners mit knapp 300 mm deutlich größer ausgelegt als dies bei Güteklasse 8-Spannern mit ca. 170 mm üblich ist. Dadurch wird die benötigte Handkraft für das Vorspannen der Kette signifikant reduziert. Auch diese Produktcharakteristik dient der Gesundheit des Anwenders und macht das Verladen schneller, wirtschaftlicher und komfortabler. „Gegenüber dem Zurrvorgang mit einer 16 mm Güteklasse 8- Zurrkette ist das Verzurren mit einer 13 mm HIT Pro Güteklasse 12-Kette fast wie ein Wellness-Urlaub.“ scherzt Dobravsky  Generell lässt sich festhalten,  je schwerer die Last und/oder je länger die Kette desto größer ist der Nutzen der HIT Pro-Güteklasse 12-Kette für den Anwender.

Niederzurren – wie aus 40 Gurten 3 Gurte werden

Ergonomie und Wirtschaftlichkeit lassen sich beim Niederzurren am Besten an einem Praxisbeispiel aufzeigen. Zum Sichern einer fünf Tonnen schweren Last auf der Ladefläche werden nach DIN EN 12195-1 rechnerisch 40 Zurrgurte (50 mm mit Standardratsche) benötigt. In der Praxis ist das schon aus Platz- und Zeitgründen nicht durchführbar – und für den Anwender wäre die Rückenbelastung beim Spannen dieser vielen Gurte enorm.

„Allein durch den Einsatz einer Anti-Rutsch-Matte mit einem Gleitreibbeiwert von 0,6 µ zwischen Ladefläche und Ladegut lässt sich die Zahl der Gurte und damit einhergehend die Zahl der Spannvorgänge um 35 auf nur fünf reduzieren.“ rechnet Dobravsky vor. Die Anti-Rutschmatte ermöglicht damit einen schnelleren und somit wirtschaftlicheren Zurrvorgang. Gleichzeitig wird der Rückenbelastung des Verladers erheblich reduziert.

Mit einer sogenannten Langhebel-Ergo-Ratsche lassen sich noch zusätzliche Vorteile erzielen. Im vorausgegangenen Beispiel mit Anti-Rutsch-Matte kann für die Sicherung der 5 t schweren Last die Anzahl auf drei Gurte mit Langehebel-Ergo-Ratsche reduziert werden. Möglich ist dies durch den längeren Ratschenhebel, mit welchem mehr Kraft in den Gurt gebracht werden kann. Neben der Reduzierung der Spannvorgänge, was der Rückenbelastung des Verladers und der Wirtschaftlichkeit zuträglich ist, bietet die Langhebel-Ergo-Ratsche noch eine Besonderheit: Der Ratschenhebel wird zum Spannen des Gurtes nach unten gezogen und nicht, wie bei Standardratschen, nach oben gedrückt. Diese Eigenschaft entlastet die Wirbelsäule und ist so der Gesundheit des Verladers besonders zuträglich.

Und wenn nichts passt?

Auch auf die Realisierung von Sonderlösungen ist Pfeifer eingerichtet – selbst bei kleineren Stückzahlen. Nach der kompletten Erfassung der Anforderungen erarbeiten die Techniker in Memmingen eine Lösung. Dabei kann auf einen umfangreichen Pool an Zubehör zurückgegriffen werden: Kantenschutz, Schutzsysteme, Beschlagteile etc. stehen hier zur Verfügung. Die erarbeitet Lösung wird dann, nach Abstimmung mit dem Kunden, in der hauseigenen Näherei oder Kettenfertigung von erfahrenen Mitarbeitern produziert und zeitnah geliefert.

Service und Schulung

Auch nach dem Kauf unterstützt Pfeifer seine Kunden weiter. Ob im Service bei der jährlichen Prüfung durch gut ausgebildete, erfahrene Prüfer oder bei Seminaren, in denen es um korrekte Ladungssicherung geht. Immer wieder unterstützt Pfeifer seine Kunden auch bei Meinungsverschiedenheiten mit den Kontrollorganen.

Sicherung eines 65 t schweren Betonbinders auf einem Schwerlastzug mit der HIT Pro Güteklasse 12-Zurrkette (Niederzurren)
Sicherung einer Straßenfräse auf einem Tieflader mittels Zurrgurt RS 20.000 von Pfeifer (Diagonalzurren)
Mit einer Antirutschmatte zwischen Last und Ladefläche kann die Anzahl der benötigten Zurrgurte um ein Vielfaches reduziert werden.