Handhabung

 

Allgemeines/Grundsätzliches

Das HiFIT-Gerät wird pneumatisch betrieben und erfordert eine Druckluftversorgung mit 8 bar am Gerät und einem Luftvolumen von mindestens 400 l/min. Die Hämmerfrequenz beträgt je nach Einstellung zwischen 180 Hz und 300 Hz. Die Intensität wird mit einem speziellen Verstellmechanismus (nicht über den Versorgungsdruck!) auf den Werkstoff der zu behandelnden Teile abgestimmt. In das Gerät ist eine direkte Messung der Schlagintensität integriert. Die Intensität der einzelnen Schläge kann über eine serielle Schnittstelle ausgelesen werden, die als Zubehör zum HiFITGerät erhältlich ist (Bestell-Nr. 231786 HiFIT-Datenschnittstelle, Seite 8). Hierdurch kann das Gerät zum Einen für den individuellen Anwendungsfall eingestellt und kalibriert werden, zum Anderen lässt sich der Hämmerprozess durchgehend überwachen und protokollieren.

 

Durchführung der HiFIT-Behandlung

Das hochfrequente Hämmerverfahren gehört – wie das Schweißen – zu
den „speziellen Prozessen“. Deshalb müssen die Anforderungen an den

  • Hersteller
  • anwendenden Betrieb
  • Qualifizierung des Personals

erfüllt werden. Nachfolgende Beschreibung kann die Schulungsmaßnahme der Mitarbeiter nicht ersetzen.
 

 

Vorgehensweise:

  • Die Schlagintensität des HiFIT-Geräts ist vor der Anwendung in Abhängigkeit vom Werkstoff und dem Luftdruck einzustellen.
  • Die Einstellung ist anhand einer Probe zu überprüfen und ggf. zu korrigieren.
  • Für die optimale Wirksamkeit muss das Gerät
  • in einem Winkel zwischen 60° und 80° zum Grundmaterial (siehe Abb. 3) und 70° bis 90° in Vorschubrichtung (siehe Abb. 4) zur Anwendung kommen.
  • mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 3 bis 5 mm/s an der Schweißnaht entlang geführt werden.

 

Kontrolle der Bearbeitung

Sichtprüfung:

  • An allen definierten Schweißnahtübergängen muss die Behandlungsspur deutlich zu erkennen sein.
  • Der als Linie identifizierbare Nahtansatz („Einbrandkerbe“) darf nicht mehr erkennbar sein (Abb 2).

Messprüfung:

  • Die Eindrucktiefe muss ca. 0,2 mm betragen (Abb. 5 und 6).
  • Überprüfung mittels Schablone